Freilegung verlagerter Zähne für die Zahnregulierung

Wenn Zähne aus den unterschiedlichsten Gründen nicht durchbrechen bzw. durchbrechen können, so kann eine kieferorthopädische Behandlung hier helfen.

Unsere Aufgabe besteht darin, den chirurgischen Teil durchzuführen. Dabei wird der den Durchbruch verhindernde Knochen entfernt und eine Goldkette am Zahn befestigt. Anschließend kann der Kieferorthopäde mit sanftem Zug den Zahn in die Reihe bringen.

 

Wurzelspitzenresektion

Was wird bei einer Wurzelspitzenresektion gemacht?

In örtlicher Betäubung wird durch einen Zahnfleischschnitt der über der Wurzelspitze befindliche Knochen entfernt und so kann die Wurzelspitze gekürzt (reseziert) und entzündliches Gewebe entfernt werden. Der Wurzelkanal, in dem der Zahnnerv verlief, wird gefüllt.
Wichtig ist der dichte Verschluss des Kanals am oberen Ende des Zahnes
Dies wird unter dem Mikroskop kontrolliert.

Wann wird eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt?

bei „nervtoten“ Zähnen, wenn nach wiederholter Wurzelbehandlung kein beschwerdefreier Zustand erreicht werden konnte
 bei bereits wurzelbehandelten Zähnen, die nach anfangs beschwerdefreiem Zustand plötzlich wieder Schmerzen verursachen.


Was ist eine retrograde Wurzelfüllung?

RETROGRAD ( vom Apex her ) am besten – eigentlich nur – mit Mikroskop, wenn der Wurzelkanal nicht dicht verschlossen ist oder auf andere Weise nicht dicht verschlossen werden kann.

Sollten sich Undichtigkeiten am oberen Rand der Wurzelfüllung zeigen,
muss der Zahn von oben durch eine zusätzliche Füllung verschlossen werden. Diese Behandlung wird unter dem Mikroskop mittels Ultraschallaufbereitung durchgeführt, damit ein optimales Ergebnis erzielt werden kann.
Gründe:  undichte Füllung bei Vorliegen eines Stiftaufbaus
stark gebogene Kanäle
bestehende undichte Füllung nicht entfernbar
nicht durchgängige Kanäle
Es wird von der Resektionsstelle aus der Wurzelkanal aufgebohrt und nach Reinigung, Desinfektion und Trocknung eine Füllung gelegt ( IRM Zement )

Es ist dies eine sehr exakte Arbeit, die mit höchster Konzentration und großem instrumentellem Aufwand durchgeführt werden muss. Es dauert ca. 1 Jahr bis man sich an das Arbeiten unter Mikroskop einigermaßen gewöhnt hat.
Wir haben diese Operation seit 1994 an über 3500 Wurzeln durchgeführt.

Es handelt sich bei der retrograden Wurzelfüllung um KEINE Kassenleistung. Deshalb erhalten sie nur einen geringen Kassenrückersatz

Entfernung des Weisheitszahnes

Warum muss der Weisheitszahn entfernt werden?
Ein Weisheitszahn, der im Knochen stecken bleibt und keinen Platz hat, durchzubrechen, kann für den Körper zur Gefahr für die Gesundheit werden. In der Zahnarzt-Fachsprache heißt ein solcher Zahn „retiniert“ (zurückgehalten).
Ein retinierter Zahn kann zur Infektionsquelle werden:Eine geschwollene Backe,schweres Krankheitsgefühl,38° Fieber– und das mit Pech im Urlaub auf einer griechischen Insel – sind nur durch eine rechtzeitige Entfernung des Weisheitszahnes vermeidbar.
Bei Jugendlichen kann der Verbleib des Weisheitszahnes den Erfolg der Zahnregulierung gefährden, ja sogar teilweise oder gänzlich zunichte machen. Durch seinen Druck auf die Nachbarzähne können die mühsam regulierten Zähne wieder verschoben werden, sogar noch im 21. Lebensjahr (bei Mädchen) oder im Alter mit 22 bis 23 Jahren (bei Burschen)!
Krankheitsquelle. Weiters kann der nur sehr schwer zu pflegende Weisheitszahn eine tiefe Karies und in der Folge eine Entzündung der Wurzelspitze bekommen, die einen sogenannten „Herd“ für eine Allgemeinerkrankung darstellt.
Im Oberkiefer kann ein zurückbleibender Weisheitszahn zu einer Entzündung der Kieferhöhle oder zu einer Zystenbildung in naher Nachbarschaft der Kieferhöhle Anlaß geben.
Weiters kann der Weisheitszahn die Sanierung des Nachbarzahnes unmöglich machen, sodass er entfernt werden muss, um nicht auch noch den Nachbarzahn zu gefährden.


Wie kann der Weisheitszahn entfernt werden,wenn er noch nicht sichtbar ist?
Zunächst wird die Gegend örtlich durch Injektion eines Anti-Schmerzmittels betäubt. Dazu werden im Oberkiefer in der Nähe des zu entfernenden Zahnes ein oder mehrere Depots eines Anti-Schmerzmittels gesetzt, im Unterkiefer wird das Anti-Schmerzmittel durch einen Einstich hinten an der Innenseite des Kiefers verabreicht.
Dann wird die darüberliegende Schleimhaut beiseite geschoben, eventuell ein Stückchen darüber liegenden Knochens entfernt. Dann wird der Zahn mittels eines Hebels oder einer Zange entfernt. Manchmal muss der zu gross geratene Zahn vorher etwas „verkleinert“ werden, sodass er schonend entfernt werden kann. Das alles kann allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen.
Danach wird die Wunde entweder vernäht, oder sie kann, wenn sie nicht zu groß ist, auch unvernäht bleiben.


Was geschieht, wenn der Weisheitszahn nicht entfernt wird?
Der Verbleib des Weisheitszahnes kann zu den oben genannten Komplikationen führen. Oft gibt es gar keine vernünftige Alternative zur Entfernung des Weisheitszahnes.